Mimimimi

Das ist so eine Angewohnheit, die ist doof. Die mag ich nicht. Und noch weniger mag ich es, dass ich diese Angewohnheit habe.

Was ich mir zur eigenen Beruhigung gerne einrede ist, dass ich dazu neige den Mist bei ernsten Themen zu lassen, aber bei sinnlosen wiederum auszupacken.

Paradebeispiel gefällig? Lernen. Mimimimi ich muss lernen, jammerdijammer es ist so viel. Aber was bringt das? Nichts.

Das ist vermutlich eher der Punkt an dem es komisch wird. Mir ist klar, dass ich damit nichts erreiche. Mein Problem wird sich nicht in Luft auflösen. Da wäre eine aktive Herangehensweise von Vorteil. Mal gespannt ob und wann ich den ewigen Vorsatz die zu erreichen mal wirklich umgesetzt haben werde.

Ich hoffe es.

PS: Jammer ich hier gerade auch schon? Vielleicht ein Bisschen. Aber nur ganz ganz wenig.

PPS: Wenn wir schon beim Thema sind. Mir gefällt weder, dass ich hier so wenig schreibe, noch, dass ich so viel über das WenigSchreiben schreibe, noch wie ich die Beiträge gestalte, wenn ich dann doch mal was veröffentliche.

PPS: Tja. Ändern oder das Jammern lassen.

New Year – New me

2018 ist schon 19 Tage alt, aber das hält mich nicht davon ab genau jetzt über Neujahrsvorsätze zu reden.

Wenn man sich am ersten Januar umhört, oder irgendwo auf Instagram und Co. umschaut, sieht man eine Tonne an guten Vorsätzen und Motivation genau jetzt alles zu ändern was jemals gestört hat.

Allgemein ist Neujahr vermutlich der bekannteste aller Termine um den Wunsch danach zu äußern, und aus dem Gefühl einen kleinen Neuanfang zu starten Kraft zu schöpfen (es ändert sich schließlich eine Zahl im Datum, und man tauscht den Kalender aus).

Ich finde das klasse. Was ist falsch daran mal was anzupacken, etwas positiv verändern zu wollen?

Problematisch wird die Geschichte nur wenn man merkt, dass die Euphorie nur in wenigen Fällen über die ersten ein bis zwei Wochen herausreicht, und sonst danach alles weiter läuft wie davor.

Ich bin kein Fan davon meine Vorsätze an ein Startdatum zu ketten, und finde es viel praktischer Tag für Tag aufs Neue zu schauen wo man hin will und ob man dafür auf dem richtigen Weg ist, oder etwas ändern möchte.

Am Ende muss jeder (wie immer) für sich selbst schauen was passt, was funktioniert und wie man am besten an seine Ziele kommt.

Viel Erfolg beim Halten eurer Vorsätze (sofern vorhanden) :)

PS: Ich klinge hier als wäre ich ein unglaublich zielstrebiger Mensch. Um das einzuschränken empfehle ich meinen Post zur Prokrastination.

Procrastinator

Well. What to say. Ich würde mich als Solche(n) definieren. Wie kommt das? Und was zum Teufel ist das überhaupt?

Deutsche Übersetzung: Am ehesten noch Aufschieber, aber das drückt die Sache nur bedingt aus.

Def.Versuch01: Eine Person die alles so lang wie irgendwie möglich aufschiebt um es dann in der letzten Minute zu erledigen.

Def.Versuch02: Alles – wirklich ALLES ist interessanter als die Arbeit die man grade zu machen hat. Bis zu dem Moment an dem es wirklich nicht mehr anders geht.

Bsp.01: Schule. 4 Wochen Zeit auf eine Arbeit zu lernen. Wann endet man ernsthaft lernend? Zwischen drei und einem Tag vor dem Tag der Klausur.

Bsp.02: Sachen mit Deadline die man vor sich herschiebt, weil man unsicher ist – Wettbewerbe, Entscheidungen, …

Bsp.03: Oh schon wieder das ganze Zimmer aufgeräumt, 573 Bilder neu sortiert, drei Decken gehäkelt und ein Kochbuch geschrieben? Für die drei [beliebiges Hass-/ Schulfach einfügen] Aufgaben hatte man eben wirklich keine Zeit.


Als Beispiel vier bin ich aufzuführen, die sich jetzt mal wieder Aufgaben zuwendet die sowohl nach gesellschaftlicher als auch nach meiner Prioritätenliste viel weiter oben stehen als das, was ich die Herbstferien zu einem großen Teil gemacht habe – anderes.

Hoffe Ihr hatte produktive Herbstferien. Oder/ Und, was noch viel wichtiger ist: schöne :). -Luzie

PS: Ich versuche aus der Angewohnheit weg zu kommen, es klappt abwechselnd gut und absolut miserabel.

PPS: Nebeninfo am Rande – ganz vorzüglich lässt sich der aus dem oben beschriebenen Handlungsmuster resultierende Zeitmangel mit einem Hang zum Perfektionismus kombinieren.

PPPS: Mimimimimi

6 Wochen und das Drumherum

Wenn ich eine Sache nennen müsste die mich am Sommer aufregt würde das schwer werden. Zu jeder Jahreszeit fallen mir verdammt viele (oft) Kleinigkeiten ein. Um Platz Eins streiten sich Stechmücken, zu hohe Temperaturen und die Benutzung von Gartengeräten in sämtlichen Ausführungen.

Gerade jetzt wenn die ersten zwei Sachen so gut wie erledigt sind zieht sich der dritte Punkt auch noch weit in den Herbst.

Was genau ich damit eigentlich meine? Mit Schaufeln habe ich kein Problem, ebenso Wasserschläuche oder Menschen die mit einer Gartenschere sämtliche Zweige ihrer Pflanzen abknipsen. Es sind Rasenmäher. Zusammen mit Heckenscheren und langsam auch wieder Laubbläsern.

Ich kann nicht sagen warum mich der Lärm eigentlich überhaupt nervt. Ich tippe auf die Durchgängigkeit. Gefühlt mäht jeder unserer Nachbarn (inklusive uns) nacheinander, damit man eine möglichst lange Zeitspanne ausfüllt.

Sonst würde die Sache ja keinen Spaß machen.

Dramatische Geschichte würde ich sagen.

Ursprünglich wollte ich das nur mal schnell loswerden, jetzt habe ich Lust bekommen meinen Sommer mal schnell zusammenzufassen. Was ist so passiert?

Meine bisher längste Radtour, mit über 900km. Über Passau in die Nähe von Innsbruck, in die Berge. Ich mag Berge. Das Schild da unten stand jedenfalls ab der Grenze in Österreich in regelmäßigen Abständen entlang des Radwegs. Schade, dass man anscheinend auf etwas hinweisen muss, was selbstverständlich sein sollte. Jedenfalls müsste man den zweiten Punkt auch für Fußgänger aufschreiben, einige scheinen noch nicht verstanden zu haben, dass ihnen der Weg nicht allein gehört.

Jedenfalls hat die Tour Spaß gemacht. Hier habe ich schon mal was darüber geschrieben.

Mit der BDKJ Ferienwelt habe ich eine tolle Woche in einem Zeltlager in der Nähe des Bodensees verbracht. Das Wetter hat zwar nicht ideal mitgemacht, aber das war kein großes Problem :) Die zwei Bilder unten sind einmal die Sicht von einem Aussichtsturm auf dem wir während des Wanderlagers waren. Das zweite ist am letzten Abend am Lagerfeuer entstanden. Lagerfeuer gehören zu meinen Lieblingsplätzen in Lagern, sie haben fast schon etwas Magisches.

Das waren so die längeren Sachen dazu kamen Tagesausflüge, Zeit mit Freunden verbringen und einfach mal absolut nichts tun.

Waren tolle sechs Wochen :)

Radtouren

Wenn man mit dem Fahrrad in den Urlaub fährt, oder besser gesagt der Urlaub aus einer Radtour besteht, dann hat man eine Menge Zeit zum Nachdenken. Was mir so ein-, und aufgefallen ist während ich so durch die Gegend gekurvt bin habe ich hier mal gesammelt.

Es gibt verstörend viele E-Biker.
Unter 30. Mit E-Mountainbikes. Die kaum treten und irgendwie verdammt rasen.

Ok – allgemein rasende E-Biker sind nicht meins. Vor allem wenn sie wirken als hätten sie ihr Fahrrad und die Geschwindigkeit nur sehr bedingt unter Kontrolle.

Mir wurde beigebracht Menschen zu grüßen. Oder zurück zu Grüßen. Oder überhaupt eine freundliche Reaktion zu zeigen. Scheint an vielen vorbei gegangen zu sein. Ganz weit.

Ich bin Klickpedalenfahrerin. Und fahre mit der Angst einfach mal umzukippen. An mein Fahrrad geklickt.

Talradwege können sehr bergig sein. Bsp.: Der Kochertalradweg verläuft gerne auch mal weit oberhalb des Kochers.

Werden viele Leute eigentlich zu Radtouren gezwungen? Den Gesichtsausdrücken nach definitiv.

Abrupt bremsen nie ohne Vorwarnung.
Bitte. Bitte. Bitte.

Eine sehr gute Radhose ist wärmstens zu empfehlen.

Stechmücken sind böse. Sehr böse. Und es gibt zu viele von ihnen.

Meine Beschäftigung besteht oft daraus lediglich zu versuchen einen Stundenschnitt über 20km/h zu fahren.

Lacht mal alle mehr. Das wirkt ganz freundlich :).

Bäcker. Wenn es 50 Dörfer gibt haben gefühlte 5 einen Bäcker, und zwei davon haben mit Glück offen.
Von Supermärkten will ich nicht anfangen.

Wespen neigen dazu zu stechen wenn man nach ihnen schlägt.

Ein paar wenige Streckenbauer scheinen ein passiv aggressives Verhältnis zu Radfahrern zu pflegen. Oder warum sonst benutzt man verdammt tiefen Kies als Weg der einen gefährlich schlingern lässt? Ganz böse.

Es gibt Gegenden, da fahren auf den Straßen mehr Fahrräder als Autos.

Man trifft manche Menschen ziemlich oft wieder im Verlauf der Strecke, was irgendwie leicht schräg und lustig gleichzeitig ist.

Den Kilometerangaben auf Radwegschildern ist nur bedingt zu trauen.

Wenn man Radwege schottert, legt man den Fahrern dann Steine in den Weg?

Es gibt auch schon Kinder mit E-Bikes. Mimimimi. Muss das sein?

Supermärkte könnten anfangen in Wegweiser für sich zu investieren.

Genau dann, wenn man den ganzen Tag schon gefahren ist, langsam ziemlich fertig ist und im Ideallfall den x-ten Berg hochstrampelt – dann taucht Gegenwind am liebsten auf.

[Was die E-Biker betrifft. Um das nur kurz klar zu stellen. Wer ohne nicht fahren könnt oder würde – ok. Kein Problem. Besser als immer im Auto zu sitzen oder auf dem Sofa vor sich hin zu vegetieren. Allerdings finde ich es problematisch, wenn man das Teil als Mofa versteht, nicht unter Kontrolle hat oder aus purer Faulheit wählt.]

Es ist verdammt cool am Ende die Gesamtkilometer zu sehen und zu denken: Wow! Die Strecke bin ich wirklich gefahren.

Und dann mit dem Auto innerhalb von Stunden das zurück zu fahren wofür man mit dem Rad Wochen gebraucht hat.

Spaß macht es trotzdem :).

Und jetzt in deutlich bitte

Eigentlich mag ich das schon, aber ich habe da ein Bisschen ein Problem mit. Denn irgendwie bekomme ich manchmal das Gefühl, dass das so ist. Auf der anderen Seite ist es ja nicht so. Aber ich denke schon.

[Um das klar zustellen, ich beziehe auch mich mit in diesen Beitrag hier ein. Es ist kein allgemeiner Vorwurf an alle, sondern der Versuch eine Beobachtung, sowohl bei mir selbst, als auch bei Anderen, festzuhalten]

Eigentlich. Mit dem Wort habe ich mittlerweile ein echtes Problem. Es ist verdammt oft unnötig. Stellt man es vor einen Satz drückt er das Gegenteil aus, oder zumindest erhebliche Zweifel am Gesagten.

Dazu kommt die Eigenschaft, dass "eigentlich" sehr gerne im Kontext mit "aber" verwendet wird. Damit deutet der Satz nicht nur mindestens Zweifel an, sondern wird zum Dämpfer für die Kritik die man möglichst schonend verpacken möchte oder das Ziel hat diese unauffällig zu äußern.

Muss man immer um alles herumreden? Ist es schwer etwas direkt zu sagen?

Oft schon, finde ich.

Aber das ist kein Grund nicht daran zu arbeiten.

Liebe Grüße – Luzie